Welche Unternehmen sind im DAX?
Der DAX besteht aus einer Auswahl großer deutscher börsennotierter Unternehmen. Diese Antwort erklärt, nach welchen Kriterien die Deutsche Börse Aktien aufnimmt, wie sich die Zusammensetzung ändert und was der Streubesitz damit zu tun hat.
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Die Frage nach den Unternehmen im DAX ist eine der häufigsten überhaupt. Wer deutsche Börse Aktien verstehen will, muss wissen, dass der Index nicht statisch ist, sondern eine gepflegte Auswahl großer Konzerne darstellt, die sich im Laufe der Zeit verändern kann.
Ein Index mit fester Mitgliederzahl
Der DAX umfasst eine feste Anzahl von Unternehmen. Seit einer Erweiterung sind es 40 Mitgliedsunternehmen. Diese feste Zahl bedeutet, dass nicht jedes große deutsche Unternehmen automatisch dabei ist — es gibt einen begrenzten Platz, um den die Konzerne konkurrieren. Die genaue Zusammensetzung veröffentlicht die Deutsche Börse regelmäßig.
Die Unternehmen stammen aus unterschiedlichen Branchen: Industrie, Chemie, Gesundheit, Technologie, Finanzen, Konsumgüter und Energie. Diese Streuung sorgt dafür, dass der DAX nicht nur eine einzelne Branche abbildet, sondern einen Querschnitt der deutschen Wirtschaft.
Die Aufnahmekriterien
Um in den DAX aufgenommen zu werden, muss ein Unternehmen bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die wichtigsten Kriterien sind die Marktkapitalisierung und das Handelsvolumen. Ein Unternehmen muss also nicht nur einen hohen Börsenwert haben, sondern auch ausreichend häufig und in ausreichender Menge gehandelt werden.
Daneben gibt es weitere Anforderungen an die Unternehmensführung, die Berichterstattung und die rechtliche Struktur. Diese Kriterien stellen sicher, dass nur Unternehmen in den Index kommen, die bestimmte Standards an Transparenz und Größe erfüllen.
Die regelmäßige Überprüfung
Die Zusammensetzung des DAX wird nicht zufällig geändert, sondern in festen Abständen überprüft. Dabei prüft die Deutsche Börse, ob die aktuellen Mitglieder noch die Aufnahmekriterien erfüllen und ob Unternehmen außerhalb des Index zwischenzeitlich groß genug geworden sind, um aufzusteigen.
Das führt manchmal zu Auf- und Abstiegen: Ein Unternehmen, das schrumpft oder an Börsenwert verliert, kann aus dem DAX herausfallen und in den MDAX wechseln. Umgekehrt kann ein wachsendes Unternehmen aus dem MDAX in den DAX aufsteigen. Diese Bewegungen sind normal und spiegeln die wirtschaftliche Dynamik wider.
Schnellaufnahme und Sonderfälle
In Ausnahmefällen kann es zu außerplanmäßigen Veränderungen kommen, etwa wenn ein Unternehmen übernommen wird oder nicht mehr die Voraussetzungen erfüllt. Die Regeln für solche Sonderfälle sind ebenfalls festgeschrieben, um die Verlässlichkeit des Index zu gewährleisten.
Streubesitz als Voraussetzung
Eine besondere Rolle spielt der Streubesitz, also der Anteil der Aktien, der frei an der Börse gehandelt wird. Ein Unternehmen kann nur dann in den DAX aufgenommen werden, wenn ausreichend viele seiner Aktien nicht fest in der Hand einzelner Großaktionäre liegen. Diese Regel stellt sicher, dass die im Index enthaltenen Werte tatsächlich liquide handelbar sind.
Verwandte Teilfragen
Steht die DAX-Zusammensetzung für immer fest?
Nein. Die Zusammensetzung wird regelmäßig überprüft. Unternehmen können auf- oder absteigen, wenn sich ihre Größe oder ihr Handelsvolumen verändert.
Sind alle großen deutschen Unternehmen im DAX?
Nicht zwingend. Ein Unternehmen muss die Aufnahmekriterien erfüllen, darunter eine ausreichende Marktkapitalisierung, Handelsvolumen und Streubesitz. Fehlt eines davon, bleibt es außerhalb des DAX.
Zusammenfassung
Im DAX sind die nach Marktkapitalisierung, Handelsvolumen und Streubesitz größten deutschen börsennotierten Unternehmen vertreten. Die feste Mitgliederzahl, die regelmäßige Überprüfung und die festen Aufnahmekriterien sorgen dafür, dass der Index den Querschnitt der größten Konzerne abbildet und sich im Laufe der Zeit anpasst.